Integrationsprojekte

Im Projekt JAI ergeben sich je nach Zielgruppe verschiedene Arten von Projekten:

Ausbildungspraktika für SchülerInnen und UniversitätsstudentInnen

Ausbildungspraktika für SchülerInnen und UniversitätsstudentInnen werden von der Abteilung Arbeit der Autonomen Provinz Bozen genehmigt. Die SchülerInnen und StudentInnen erhalten für ihren Arbeitseinsatz ein Taschengeld in Höhe von mindestens Euro 300,00 brutto pro Monat für eine Vollzeitbeschäftigung; das monatliche Taschengeld darf in keinem Fall gleich hoch oder höher als der vom Kollektivvertrag vorgesehene monatliche Tariflohn des entsprechenden Berufsbildes sein.

Praktika für sozial benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene

Die Zuweisung ins Projekt erfolgt über den Sozialdienst, die Schule oder über eine der vier Südtiroler Fachambulanzen für psychosoziale Gesundheit im Kindes- und Jugendalter.

Bei einer Zuweisung über die Schule gilt die Arbeitsleistung als „Ersatz“ für den Schulbesuch, bei der Zuweisung über Sozialdienst oder Fachambulanz für nicht mehr schulpflichtige Jugendliche erhalten die jungen Menschen ein Taschengeld von mindestens Euro 400,00 brutto pro Monat bei einem Vollzeitarbeitsverhältnis. Die genaue Höhe dieses Taschengeldes hängt von der erbrachten Arbeitsleistung ab, darf aber in keinem Fall gleich hoch oder höher als der vom Kollektivvertrag vorgesehene monatliche Tariflohn des entsprechenden Berufsbildes sein.

Ein Praktikum für sozial benachteiligte Jugendliche ist immer mit einer begleitenden Betreuungsmaßnahme durch das Projekt Jugendberufshilfe JuBe verbunden.

Anstellung gemäß Art. 4 des Gesetzes Nr. 381/1991

Die Anstellung von erwachsenen sozial benachteiligten ArbeitnehmerInnen erfolgt in Form eines normalen Arbeitsvertrages im Rahmen des Kollektivvertrages für Sozialgenossenschaften. Die benachteiligten MitarbeiterInnen erhalten für ihren Arbeitseinsatz einen regulären Lohn.

Leistung gemeinnütziger Arbeiten

Die EOS Sozialgenossenschaft hat mit dem Landesgericht Bozen eine Vereinbarung über die Ableistung gemeinnütziger Arbeit abgeschlossen, die es ihr erlaubt Straffällige zu beschäftigen, die zur Abbüßung der Strafe durch Leistung von gemeinnütziger Arbeit im Sinne von Art. 54 des GvD vom 28. August 2000, Nr. 274 verurteilt wurden.

Diese leisten innerhalb der Einrichtungen der Genossenschaft unentgeltliche Arbeit zum Nutzen der Allgemeinheit im vom Gericht festgelegten Stundenausmaß und gemäß eines Programms, welches zwischen der EOS und dem Verurteilten vereinbart, und vom Gericht genehmigt werden muss.